Schilddrüsenunterfunktion, ausführliche Infos

Schilddrüsenunterfunktion

Die Schilddrüse ist ein kleines Drüsenorgan im Hals. Ihre Aufgabe ist es, den Körper mit Schilddrüsenhormonen zu versorgen, die ihrerseits maßgeblich an der Regulierung des Zellwachstums und des Stoffwechsels beteiligt sind. Kommt es zu einer Fehlfunktion, gerät das gesamte körperliche Gleichgewicht aus dem Takt. Besonders häufig ist eine Schilddrüsenunterfunktion. Nach Schätzungen leidet ein Prozent der Menschen an einer solchen Hypothyreose, wie die Schilddrüsenunterfunktion medizinisch genannt wird.

Symptome der Schilddrüsenunterfunktion

Bei der Schilddrüsenunterfunktion kann das Drüsenorgan keine ausreichende Menge an Schilddrüsenhormonen produzieren. Das hat zur Folge, dass der Stoffwechsel gedrosselt wird. Dabei kommt es zu Verstopfungen, ein übermäßiges Kälteempfinden und in Einzelfällen sogar zu einem gefährlich niedrigen Puls oder Herzrhythmusstörungen. Eine allgemeine Antriebslosigkeit und Müdigkeit macht sich breit, die Haare wirken strohig und Nägel werden brüchig. Die Haut scheint gelblich und wird rissig. Die Stimme kann heiser klingen und der Hals kann dicker werden. Es kommt sehr häufig zu einer deutlichen Gewichtszunahme.

Ärztliche Untersuchung

Bei den genannten Symptomen kann eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegen, die dringend vom Arzt behandelt werden muss. Dazu untersucht dieser den Patienten zunächst durch Abtasten, Bestimmen wichtiger Blutwerte und gegebenenfalls Ultraschall und kann aufgrund der Befunde eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostizieren oder ausschließen. Liegt eine Hypothyreose vor, muss der Arzt noch untersuchen, woher diese stammt. Liegt es an der Schilddrüse selbst, spricht man von einer primären Hypothyreose. In vielen Fällen kann dann eine Operation notwendig sein. Dabei handelt es sich um einen Routineeingriff, bei dem eventuell geschädigtes Gewebe entfernt wird.

Therapie einer Schilddrüsenunterfunktion

Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, muss diese dauerhaft mit Medikamenten behandelt werden. Diese führen dem Köper in der Regel die fehlenden Schilddrüsenhormone zu, sodass Zellwachstum und Stoffwechsel sich nach und nach normalisieren und die Symptome abklingen. Die Therapie muss in den meisten Fällen ein ganzes Leben lang fortgesetzt werden. Die Patienten können aber mit Medikamenten ein völlig normales Leben ohne Beeinträchtigung führen.

Jodmangel und Schilddrüsenunterfunktion

Bei einer erworbenen Schilddrüsenunterfunktion ist in vielen Fällen Jodmangel die Ursache. Da Jod nicht vom Körper gebildet werden kann, empfehlen Mediziner als Prophylaxe die Zufuhr von Jod über Nahrungsmittel wie Jodsalz oder Seefisch wie Seelachs oder Scholle.